Ursachen von Unternehmenskrisen, oder warum Konsumverweigerung nur als Rechtfertigung für das eigene Unvermögen dienen kann
Krisen treffen selten alle Unternehmen einer Branche in gleicher Weise. Es gibt Unternehmen, die in eine gefährliche Schieflage geraten, andere profitieren sogar von der Krise. Es stellt sich automatisch die Frage woran es liegt, dass nicht alle Unternehmen gleichermaßen von der Krise profitieren bzw. getroffen werden? Zunächst ist es wichtig nach internen und externen Krisenursachen zu unterscheiden.
Externe Ursachen sind vom Unternehmen in der Regel nicht oder kaum beeinflussbar. Die Finanzkrise, politische Krisen, Terroranschläge, neue Gesetze sind nur einige Beispiele hierfür. Solche Krisen kommen aus dem Unternehmensumfeld. Obwohl diese vom Unternehmen nicht beeinflusst werden können, dürfen diese von den Unternehmen nicht als gegeben akzeptiert werden. Es stellt sich vielmehr die Aufgabe, wie diese Krisen genutzt werden können.
„Jede Woche eine neue Welt“: Mitte der 90er Jahre gab es eine Rekordarbeitslosigkeit in Deutschland. Der deutsche Handel kämpfte darum die Vorjahresergebnisse zu halten. Fachleute sprachen sogar von Konsumverweigerung. Entgegen diesem Trend wuchs Tchibo in dieser Zeit, in der andere schrumpften. Tchibo bot seinen Kunden, die sich die großen Dinge nicht mehr leisten konnten oder wollten, die Möglichkeit, sich mit „Kleinigkeiten“ zu belohnen, zu motivieren. „Jede Woche eine neue Welt“.
Interne Krisenursachen können direkt vom Management beeinflusst werden – etwas populistisch ausgedrückt, sind interne Krisenursachen das Ergebnis von Management. Diese Krisenursachen können in der Unternehmensführung, der Organisationsstruktur, dem Marketing und dem Vertrieb oder in produktions- und rechnungswesenabhängigen Faktoren begründet liegen. Es sind oft Fehler, die schon im strategischen Management begründet liegen.
Tatsächlich sind aber nicht einzelne Faktoren für die Krise verantwortlich. Oft sind diese internen Krisen die Verstärker eines externen Faktors. Erst aus dieser Wechselbeziehung entsteht dann tatsächlich die Unternehmenskrise. Das auslösende Element einer Unternehmenskrise kann also die „Konsumverweigerung“ sein. Die Ursache der Unternehmenskrise liegt aber intern im fehlenden oder unzureichenden strategischen Management begründet.

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