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Marktgesetze

Wenn die Füße eines Weinhändlers ins schwitzen kommen, werden Marktgesetze gebrochen

Mitte der 90er Jahre war der italienische Weinbauer Mario Moretti Polegato auf einem Kongress in den USA, genauer gesagt im Nappa-Valley. Es war heiß, es war anstrengend und auch die Füße kamen ins schwitzen. Ob die Veranstaltung  interessant war, ist nicht überliefert. Überliefert ist, dass Polegato seine Sportschuhe ausgezogen und mit einem spitzen Gegenstand Löcher hineingebohrt hat. Die Entlastung für die Füße und damit wohl auch das Gemüt von Polegato waren deutlich spürbar. 
 

Wie Apps für das Handy einen bestehenden Millionen-Markt zu einem Milliarden-Markt entwickeln können

Handy-Apps sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Sie kosten wenige Cent oder sind sogar kostenlos. Erst 2007 wurden diese Apps, die sich heute niemand mehr von seinem Smartphone wegdenken kann, ein Erfolg. Erfunden von Apple, indem die Spielregeln eines vorhandenen Marktes neu definiert worden sind.
 

Unternehmen, die verrückt sind, haben wenig Wettbewerb

Es gab einmal eine Vor-Google-Zeit. In der war Yahoo Marktführer – tausende Angestellte katalogisierten damals das Web von Hand. Larry Page und Sergey Brin setzen auf einen mathematischen Code. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Larry Page soll einmal vor Studenten gesagt haben, dass es oft leichter sei an „mega-ehrgeizigen Träumen“ zu arbeiten: „Ich weiß das klingt total durchgeknallt.

Stadtmarketing: Mit weniger Freiheit mehr Geld verdienen.

Die von Alexander Otto, jüngstes der fünf Kinder des legendären Hamburger Unternehmers Werner Otto, geführte ECE ist in Europa die Nummer eins in der Realisierung und dem Management von Shopping-Centern. Das Unternehmen arbeitet damit in einem Markt, in dem zahlreiche (selbständige) Einzelhändler und große Konzerne wie Karstadt, Woolworth, Sinn mit Umsatzstagnation, deutlichen Ergebnisrückgängen und dem immer drohenden Damoklesschwert der Pleite zu kämpfen haben oder diesen Kampf bereits verloren haben.

Produkte von einer Zielgruppe befreien

Der SMART ist ein sehr schönes Beispiel für eine Innovation mit der eine neue Wettbewerbsarena geschaffen werden sollte. Diese Schweizer Uhr auf Stern-Rädern, ist auf den ersten Blick ein Auto. Vier Räder, ein Lenkrad, 2 Sitze, Aschenbecher usw. Alles drin, alles dran. Und doch war die Idee von v. Hayek, dass der Smart kein Auto, sondern der Prototyp für ein neues Mobilitätskonzept ist, das verschiedene Beförderungsmittel miteinander kombiniert.

Niemand ist zuverlässiger als Handwerker – oder: Auf die Unzuverlässigkeit des Handwerks kann der Kunde sich verlassen

Dem deutschen Handwerk wird in zahlreichen Untersuchungen immer wieder eine hohe Zufriedenheit mit der Qualität und den fachgerechten Ausführungen attestiert. Es ist aber schon erstaunlich mit welcher Konsequenz ein ganzer Wirtschaftszweig daran arbeitet, bestehende Spielregeln beizubehalten, obwohl diese dazu führen, die Interessen des Kunden aktiv zu negieren. 
 

Design ist wichtiger als Werbung

Auf dem Genfer Automobil Salon 2011 stellen alle Marken wieder ihre neuesten Modelle und Forschungsprojekte vor. Da Produktqualität heutzutage als selbstverständlich gilt – das neue Auto fährt tatsächlich und es rostet auch nicht vom ersten Tag an – suchen die Hersteller nach anderen Faktoren, mit denen sie im Wettbewerb bestehen können. Bei den Premiumherstellern Audi, BMW und Mercedes scheint das Design an Bedeutung zu gewinnen.

Auch die Werbung muss sich neu erfinden

Frank Schätzing, Autor des Beststellers „Der Schwarm“ und ehemaliger Werber mahnt in einem Interview mit der Fachzeitschrift Horizont (17. Februar 2011, S. 17) an, dass die ganze Branche sich neu erfinden müsse. 
 

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